…über mich

Mein bisheriges musikalisches Leben verlief ausgesprochen vielfältig und ereignissreich.
Bereits mit 8 Jahren hatte ich die Möglichkeit, im Kreis meiner Verwandten meine ersten, wenn auch kleinen, Konzerte zu geben. Die Förderung meiner Familie war enorm, eine Sopranblockflöte und Melodikaunterricht am Anfang, später eine Konzertgitarre, und natürlich Singen.
Im Alter von 13 Jahren begann ich, Unterricht auf der Kirchenorgel zu nehmen und legte an meinem 16. Geburtstag die Eignungsprüfung für Organisten ab.
Auch in der Schule wurde ich musikalisch stark gefördert. Als Mitglied des Orffschen Instumentalkreises kam ich in Kontakt mit allerlei Schlaginstrumenten und wurde durch den Musiklehrer bereits in die Sinfonik eingeweiht. Im Rahmen der Schulkonzerte durfte ich dann auch erstmalig als Organist konzertant auftreten, was für mich damals eine unglaubliche Ehre bedeutete.
Später in den drei Jahren vor dem Abitur hatte ich die Möglichkeit, an meiner Schule ein Fagott zu leihen. Das mehr zufällige Kennenlernen vor Brigitte Schön, der damaligen Leiterin des Universitätsorchesters, führte dazu, dass ich mehr als 10 Jahre lang Mitglied dieses Orchesters war und unter ihrer Leitung etliche hochinteressante Werke einstudieren durfte. Mit 21 Jahren wurde ich als Kirchenmusiker in die Andreasgemeinde, Giessen gerufen und hatte dort die Möglichkeit, neben dem wöchentlichen Organistendienst ein Chor zu gründen, den ich ebenfalls mehr als 10 Jahre lang unter meiner Leitung hatte. Meine Mitgliedschaft in der Sängervereinigung Wieseck, die auch von dem Leiter des Orffschen Instrumentalkreises geleitet wurde, führte mich näher an den Gesang heran.
Auch die Anfänge meiner Dirigententätigkeit fallen in diese Zeit.
Nachdem ich von einer Sangesschwester mitgenommen wurde, um den Extrachor des Stadttheaters Giessen zu unterstützen, war auch die Brücke zur Bühne geschlagen.
Eine mißglückte Aufnahmeprüfung für das Hauptfach Fagott bei Helman Jung und dessen Rat, Sänger zu werden, führte mich zu meinem ersten Gesangslehrer – Bojidar Lazarov.
Durch die Vorbereitung auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ kam ich in Kontakt mit Martin Gärtner, der wiederrum den Kontakt zu Carlos Krause, meinem „Bühnenvater“ herstellte.
Carlos vertraute mir als Anfänger die Rolle des Leporello in Mozarts „Don Giovanni“ an und engagierte mich weiter für drei Partien der Bad Orber Opernakademie, darunter Graf Almaviva in „Figaros Hochzeit“.
Eigentlich hatte ich niemals vor gehabt, Sänger zu werden. Der sichere Job bei der Stadtverwaltung Giessen, das selbständige Arbeiten dort waren für mich wunderbar, aber die Bühne läßt die Sänger und Schauspieler genauso wenig wieder los, wie das Meer die Seefahrer.
Also ging ich schließlich nach Frankfurt an die Hochschule für Musik und darstellende Kunst um Gesang zu studieren. Ausgezeichnete Musiker wie Eugen Wangler, Rainer Hofmann, Michael Schneider oder Rolf Reinhard begleiteten mich auf meinem Weg und gaben viele nützliche Impulse. Mein erstes Gastengagement in Schwerin – bereits vor der Aufnahme des Studiums – bestätigte meinen Entschluß, Sänger zu werden, und so kam ich in der ganzen Welt herum – New York, Houston, San Francisco, Sydney, London, Manchester waren Städte, in die ich reisen durfte, um der schönsten Sache der Welt nachzugehen.

Mit dem Gesangverein Einigkeit-Harmonie Reiskirchen nahm ich meine Tätigkeit als Chorleiter wieder auf.

Das erste Projekt war eine große Bühnencollage – Kirche in der Oper – bei dem sowohl Gesangsschüler von mir als auch Männerchor und vocotmotion2000, die beiden Reiskirchener Chöre, mitwirkten. Mein Pianist Ulrich Deppe, mit dem ich seit 2001 zusammenarbeite und [], ein Kollege Ulrichs, spielten die Orchesterparts der verschiedenen Einzelszenen an Flügel und Orgel in transkribierter Fassung.

 

Und so bin ich heute wohl einer der Menschen, die sich selbst als glücklich bezeichnen …